Tree-Athlete setzt sich für den Schutz und die Wiederherstellung natürlicher Ökosysteme ein. Durch die Pflanzung von Agroforstsystemen fördern wir Biodiversität, Bodenbeschaffenheiten, klimaresiliente Landschaften und eine nachhaltige Lebensmittelproduktion.
2025 konnten wir durch drei Pflanzprojekte und gezielte Nachpflanzung einen positiven Beitrag für die Umwelt leisten. Gemeinsam mit unseren Mitgliedern, Projektpartnern und Unterstützer*innen haben wir je nach Standort verschiedene Gehölze gepflanzt und so auch in 2025 die ökologische Wirkung unseres Engagements insgesamt ausgeweitet.
Dieser Wirkungsbericht gibt einen Überblick über die umgesetzten Projekte und zeigt auf, welche ökologischen Effekte wir im Jahr 2025 erzielen konnten.

2025 in Zahlen
- 3 Projekte umgesetzt plus 2 Nachpflanzungen
- 177 Bäume gepflanzt bzw. nachgepflanzt (überwiegend Obst- und Nussbäume)
- 120 Sträucher (Frucht- und Beerensträucher)
- 15 Rankpflanzen (Weinstöcke)
- zahlreiche mediterrane Kräuter zur Förderung von Insekten und Bodenleben
Projekt 1 — Vitiforst „Adam“
Ort: Kaub am Mittelrhein
Projektform: Vitiforst im Weinbau
Partner: Triebwerk, Diehl’s Hotel, Weinbau Heilemann
Im Rahmen unserer Partnerschaft mit dem Diehl’s Hotel wurde der Vitiforst „Adam“ im Februar von den Hotel Mitarbeitern auf einem Weinberg in Kaub am Mittelrhein gepflanzt. Ziel des Projekts ist es, durch die Integration von Bäumen und Kräutern den Weinbau langfristig klimaresilienter zu gestalten und die ökologische Funktionen zu stärken.
Konkret wurden vier Birnenbäume und vier Mandelbäume gepflanzt. Ergänzend wurden zahlreiche mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Lavendel, Salbei und Mönchspfeffer gesetzt, die zur Förderung von Insekten, zur Bodenbedeckung und zur Strukturvielfalt im Weinberg beitragen.
Die gepflanzten Gehölze tragen zur Verbesserung des Mikroklimas bei, reduzieren Erosion und fördern die biologische Vielfalt im Weinberg. Gleichzeitig dient das Projekt der Öffentlichkeitsarbeit für ökologischen Weinanbau, da die Fläche direkt am Rheinsteig liegt und die vielen Wandernden mit einer Informationstafel über das Projekt informiert werden.
Wirkung:
- Weinbau langfristig klimaresilienter machen
- Verbesserung des Mikroklimas und der Bodenstruktur im Weinberg
- Förderung von Biodiversität durch zusätzliche Lebensräume
- Stärkung der Vorbildwirkung für nachhaltigen Weinbau


Projekt 2 — Agroforst „Obstmuckelei“
Ort: Nauen, Brandenburg
Projektform: Agroforst / Streuobstsystem
Im März haben wir mit unseren Mitgliedern auf der Fläche der Obstmuckelei in Brandenburg einen Agroforst umgesetzt. Ziel war es, durch die Pflanzung klimaresilienter Obst- und Nussgehölze die ökologische Qualität der Fläche langfristig zu erhöhen.
42 Kornelkirschen, 22 Felsenbirnen, 11 Esskastanien, 10 Maulbeeren und zwei Mispeln wurden als Hecke auf zwei freie Korridore auf der insgesamt 4,9 Hektar großen Fläche gepflanzt. Leider mussten wir hier eine relativ hohe Ausfallquote bei den Esskastanien, Felsenbirnen und vor allem bei den Kornelkirschen beobachten. Deshalb hat Konstantin, der Obstbäumerich, zum Jahresende mit unserer finanziellen Unterstützung (50 %) 5 Esskastanien, 5 Felsenbirnen und 25 Kornelkirschen nachgepflanzt.
Der Agroforst stärkt die Strukturvielfalt der Landschaft, verbessert die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens, die gerade im trockenen Brandenburg notwendig ist, und schafft neue Lebensräume für Insekten, Vögel und andere Tierarten.
Wirkung:
- Erhöhung der Artenvielfalt durch vielfältige Gehölzstrukturen
- Verbesserung der Bodenqualität und Wasserrückhaltefähigkeit
- Baumreihen fördern Schutz vor Wind- und Erosionseinwirkungen


Projekt 3 — Waldgarten Witzenhausen
Ort: Witzenhausen, Hessen
Projektform: Agroforst / Waldgarten
Das Baumpflanzprojekt in Witzenhausen wurde 2025 als weiterer Schritt zur Förderung agroforstlicher Strukturen umgesetzt. Ziel war es, durch vielfältige Gehölz- und Strauchpflanzungen stabile, artenreiche Strukturen in der Agrarlandschaft zu etablieren. Ziel war es, landwirtschaftliche Flächen durch Baumreihen ökologisch aufzuwerten und langfristig widerstandsfähiger gegenüber klimatischen Veränderungen zu machen.
Gepflanzt wurden insgesamt 48 Bäume, darunter: Apfel, Mandel, Walnuss, Quitte, Pfirsich, Pflaume, Mirabelle, Kaki, Feige, Aprikosen, Esskastanie und sogar eine Süß-Eiche. Dazu noch 44 größere Fruchtsträucher (Felsenbirne, Haselnuss, Kornelkirsche, Maulbeere). Außerdem 76 Beerensträucher (Johannisbeeren, Stachelbeeren, Maibeeren, Himbeeren) und 15 Rankpflanzen (Weinstöcke).
Die Pflanzung unterstützt den Bodenschutz, fördert Nützlinge und trägt zur Vernetzung von Lebensräumen in der Agrarlandschaft bei.
Wirkung:
- Langfristige Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit
- Stärkung klimaangepasster Landnutzung
- nachhaltige Lebensmittelproduktion
- Fläche dient als Bildungsprojekt für den Fachbereich ökologische Agrarwissenschaften an der Uni Kassel


Nachpflanzung auf dem „Eulenbuckel“
Ort: Arnshöchstädt, Mittelfranken
Anfang 2025 wurde die „Eulenbuckel“ Agroforstfläche in Arnshöchstädt im Rahmen einer Nachpflanzung und Bestandskontrolle weiterentwickelt. Unser Projektpartner Jens Heber hat drei Hicans, drei Haseln und vier Walnüsse nachgepflanzt. Ziel dieser Nachpflanzung ist es, Ausfälle gezielt auszugleichen und die langfristige Wirksamkeit des Systems sicherzustellen.
Die Nachpflanzung ist ein zentraler Bestandteil unseres Wirkungsverständnisses: Nachhaltige Pflanzprojekte enden nicht mit dem Setzen der Bäume, sondern erfordern Pflege, Beobachtung und Anpassung. Deswegen unterstützen wir mit einer 50 %igen Kostenübernahme für Nachpflanzungen.
Wirkung:
- Sicherung der langfristigen Etablierung der Agroforststruktur
- Stabilisierung des lokalen Ökosystems
- Lernen für zukünftige Projekte
Gesamtwirkung 2025
Durch die umgesetzten Pflanzprojekte und die Nachpflanzung konnten 2025 neue Gehölzstrukturen geschaffen und bestehende Systeme gestärkt werden. Die Maßnahmen leisten einen Beitrag zu:
- Förderung von Biodiversität
- Verbesserung von Boden- und Wasserhaushalt
- Stärkung klimaresilienter Landschaften

Ausblick
Auch in den kommenden Jahren wird Tree-Athlete den Fokus auf wirkungsvolle Agroforstsysteme legen. Darüber hinaus werden wir zukünftig Waldflächen erwerben und diese schützen, sodass wir eine natürliche Entwicklung dieser Flächen ermöglichen.
Die Erfahrungen aus 2025 fließen in die Weiterentwicklung zukünftiger Projekte ein und bilden die Grundlage für eine nachhaltige, ökologische Wirkung.